Magenta, Knallgrün,
und eine Kohlmeise setzt sich auf mein Bein.
So viel passierte heute, und in dieser Woche. Zu viel, dass ich hier darüber berichten könnte.

Früh um 10 Uhr ist der Schlossgarten in Erlangen eine Oase für Eichhörnchen, Amseln und Kohlmeisen. Das hätte ich nie gedacht. (Sorry, auch kein Foto, die Eindrücke waren zu vielfältig.)

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Foto verweigert, keine Gesundheitskarte

Meine Krankenversichertenkarte ist abgelaufen. Eine neue habe ich bisher nicht bekommen, weil ich kein Bild eingereicht habe.

Beim Zahnarzt hole ich meine Versichertenkarte hervor. Und sehe, dass das Datum abgelaufen ist. Mist!

Na klar, die SBK nervt mich seit Monaten mit Briefen, dass ich ein Foto online einreichen soll. Ich weiß doch gar nicht, wie das geht … mit dem Internet kenne ich mich nicht aus …

Ich fragte mich jedoch, warum soll ich für das Foto bezahlen? Ganz klar heißt es in den FAQs, dass ich die Kosten selbst zu tragen habe. Sollen sie doch einen Weg finden, mich zu fotografieren. Vergeblich warte ich auf das Angebot zum Foto-Shooting in die Filiale eingeladen zu werden.

Ein halbes Jahr klingt nach einem Haufen Zeit. Alle Briefe, die ich bekomme, landen im Reißwolf. Ich weigerte mich strikt ein Foto hochzuladen.

Im Angesicht der Sprechstundenhilfe meines Zahnarztes rächt sich mein ignorantes Verhalten. Ich habe keine gültige Versichertenkarte mehr.

Foto für elektronische Gesundheitskarte
elektronische Gesundheitskarte, keine Chance Foto zu verweigern

Schon vor Monaten hatte ich die Idee den Hund einer Freundin zu fotografieren und hochzuladen.

Heute lasse ich die Spielchen. Also wenigstens fast, denn ein paar Datei-Spielereien kann ich mir nicht verkneifen:

  • Statt RGB verwende ich den Druck-Standard CMYK. Auf die Farbverschiebung bin ich gespannt.
  • Als Auflösung verwende ich nur 72 DPI
  • Das Foto ist relativ klein, mit 600 Pixel Höhe
  • Im Hintergrund des Fotos ist ein Schatten zu sehen. Das Foto wurde ja auch nicht nach den Anforderungen biometrischer Passfotos aufgenommen.

Mit der neuen Karte – sofern ich sie erhalte – darf ich dann wieder zum Zahnarzt, um das Quartal nach-verrechnen zu lassen.

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SZ erfindet Double-Optout-Verfahren

Gleich vorneweg: ich mag die Süddeutsche Zeitung. Es ist die einzige Zeitung, die ich abonniert habe.

sueddeutsche-newsletterHeute fand ich eine Überraschung in meinem Postfach. Der Chefredakteur schreibt mir eine E-Mail.

Als Entschuldigung beginnt er mit überquellenden Postfächern. Ja genau, und jetzt setzt die SZ noch eins drauf.

Ab dem dritten Satz überfliege ich die E-Mail nur noch. Es ist eine Bleiwüste.

Na klar, die Jungs kommen von der Zeitung und produzieren Text – sehr viel Text. Nur leider zu viel Text für eine E-Mail.

Ungefähr als ich zwei Bildschirmseiten nach unten gescrollt habe, denke ich: Löschen! Oder automatisch in den Papierkorb verschieben lassen?

Noch besser, ganz unten finden ich einen Hinweis, dass ich diese unerwünschte E-Mail abbestellen kann.

Diese Option nutze ich bei anderen Spam-Versendern auf keinen Fall. Denn damit validiere ich ihnen meine E-Mail-Adresse. Was zu noch mehr Spam führt.

Meiner SZ kann ich vertrauen. Ich klicke auf „Newsletter abbestellen“. Ich verstehe diese Seite bloß nicht. Auf den ersten Blick sieht die Seite aus wie ein Anmeldeformular. Einleitend steht ja auch „Bestellen Sie …“

sueddeutsche-newsletter-abbestellen

Und warum muss ich meine E-Mail-Adresse noch einmal eintragen. Hätten sie das Feld nicht gleich vorbelegen können? Schließlich war die E-Mail bereits personalisiert.

Also trage ich die E-Mail-Adresse ein und klicke auf „abbestellen“.

Dann die nächste Überraschung. Denn diese Bestätigungsseite teilt mir mit, dass ich jetzt eine E-Mail bekommen werde. Dort sei ein Link auf dem ich meinen Wunsch keine weiteren E-Mails mehr zu erhalten noch ein Mal bestätigen muss.

sueddeutsche-newsletter-abbestellen-doubleoptout

Seriously?!
Die SZ erfindet das Double-Optout-Verfahren.

Ganz besonders gut gefällt mir der letzte Satz im Newsletter:

Lob, Kritik und Anmerkungen: Bitte antworten Sie nicht direkt auf diese E-Mail, sondern schreiben an sz-abonnentenbrief@sueddeutsche.de.

Selbstverständlich: Ihr dürft mir schreiben. Aber – wehe – ich komme auf den Gedanken mich Euch mitteilen zu müssen.

Das tolle daran ist, dass ich mich ganz einfach von der Masse an Newsletter-Versendern unterscheiden kann. In jedem meiner Newsletter fordere ich meine Leser auf, mir von Ihren Problemen zu berichten.

In meinen Augen gibt es keine bessere Möglichkeit konstantes Feedback einzuholen. Die Antworten sind der einfachste Weg in die Gedankenwelt meines Publikums. Daraus lassen sich prima neue Themen ableiten, über die ich schreiben kann. Sobald ein Thema mehrfach auftaucht werde ich hellhörig.

Was ich dir noch mitteilen wollte: Antworte auf keinen Fall direkt auf diesen Blogpost, sondern behalte dein Weisheiten für dich. (Hoffentlich schreibt keiner einen Kommentar *angst*) Es interessiert mich einfach nicht, was du denkst. Friss mein Zeug und halt‘ die Klappe.
Falls du unfähig bist deinen Schreibfluss zu kontrollieren, dann schicke deine E-Mail direkt an InteressiertMichNichtDieBohne@vielkleinvieh.de

… in diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.

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Lösung für MacBook Pro und sein blauer Bildschirm beim Starten

Argh! Nach dem letzten Neustart blieb mein MacBook Pro beim blauen Bildschirm hängen.

Das Login-Feld bekam ich gar nicht zusehen.

Mac blauer Start-Bildschirm
Blauer Bildschirm Mac

Zunächst dachte ich an einen blöden Zufall. Also wiederholte ich den Start.
Gleiches Bild: blauer Bildschirm, der über zehn Minuten stehen blieb.

Aktualisierung mit Reparatur-Tipp

Wenn es dir ebenfalls so geht, findest du weiter unten einen einfachen Trick mit Zu- und Wiederaufklappen, den ich zunächst ausprobieren würde.

Doch irgendwann half das bei mir auch nicht mehr. Der Bildschirm meines MacBooks blieb dauerhaft dunkel.

Als ich das Gerät zu einer Apple Werkstatt brachte, sagten mir die Techniker, dass mein Laptop in erstaunlich gutem Zustand für das Alter sei. Apple würde jedoch keine Kulanzreparatur der Grafikkarte mehr durchführen, weil MBP des Jahres 2008 mittlerweile zu den Vintage-Geräten zählen.

Also ich fand an dem alten Macbook überhaupt nichts Vintage (engl. klassisch oder veraltet). Seitdem ich eine SSD-Festplatte eingebaut hatte, rennt die Kiste schneller als jemals zuvor.

Das Problem ist wie gesagt ein Serienfehler der Grafikkarte bzw. des NVidia-Prozessors. Der Grafikchip wird einfach so heiß, dass er sich mit der Zeit selbst entlötet. Es entstehen Wackelkontakte und kalte Lötstellen am sogenannten Logic-Board, die zu dem Problem mit dem blauen Bildschirm führen.

NVidia Grafikchip führt bei älteren MacBooks zu blauem Bildschirm
NVidia Grafikchip führt bei älteren MacBooks zu blauem Bildschirm

Eine Apple-Werkstatt wollte mir das MacbookPro nicht mehr reparieren. Im Netz fand ich bereits vor einiger Zeit mehrere Spezialfirmen, die sich auf den Chiptausch und das Nachlöten spezialisiert haben.

Zwar kann ich selbst ganz gut löten, an einen Oberflächenmontierten Spezialchip mit über 200 Kontakte würde ich mich jedoch niemals herantrauen. Dazu sind spezielle Lötmaschinen erforderlich.

Bei Ebay recherchierte ich einige dieser Spezialfirmen. Jedoch kam mir deren Bestellabwicklung sehr merkwürdig vor:

  1. Reparaturauftrag zum Pauschalpreis kaufen, aber nicht bezahlen
  2. Gerät zum Unternehmen schicken
  3. Erst nachdem das MacBookPro repariert zurück geschickt wurde, sollte man den Betrag bezahlen.

Ich vermutete einen Trick der Ebay-Händler, weshalb ich lange zögerte. Vielleicht wollten sie nur an die alten Geräte kommen. Außerdem war noch meine SSD-Festplatte eingebaut, die vermutlich wertvoller ist, als der gesamte Vintage-Laptop.

Erfolgreich repariertes MacbookPro 2008, Vintage-Geräte
Erfolgreich repariertes MacbookPro 2008, Vintage-Geräte

Irgendwann war mein Leidensdruck so groß, dass ich einen möglichen Verlust des Laptops in Kauf nehmen konnte.

Ich wollte das MacBook entweder repariert haben oder wegschmeißen. Es sollte bloß nicht länger auf dem Dachboden verstauben.

Schließlich nahm ich Kontakt mit dem Ebay-Händler „Laptop Reparatur Zentrum Thüringen“ auf und schickte mein Gerät per DHL-Paket dorthin.

Versand des MacBooks im Original-Apple Umverpackunsgkarton
Versand des MacBooks im Original-Apple Umverpackunsgkarton

Einige Tage später erhielt ich eine Eingangsbestätigung per E-Mail. Mir wurde erklärt, dass der Fehler überprüft wird.

Schon am nächsten Tag kam der ernüchternde Bericht, dass die Grafikkarte wirklich kaputt sei. Außerdem wurde ein Fehler am System Management Controller (SMC) auf der Hauptplatine festgestellt. Der Gesamtpreis der Reparatur würde sich auf 180 Euro erhöhen.

Jetzt kann ich natürlich einen Trick der Werkstatt vermuten. Dennoch bin ich froh die zusätzlichen 50 Euro investiert zu haben.

Nachdem ich den Auftrag bestätigt hatte, erhielt ich das Macbook wieder funktionsfähig zurück geschickt.

Rotes Klebeband "Bruchgefahr" bei Reparaturversand
Rotes Klebeband „Bruchgefahr“ bei Reparaturversand

Einen kurzen Schock bekam ich nur durch das rote Klebeband „Bruchgefahr“, weil ich zunächst dachte der Karton sei beim Transport beschädigt worden. Fehlalarm.

Auch wenn der gesamte Reparaturablauf merkwürdig wirkt. Die Bezahlung und die Reparaturabwicklung ist wirklich super.

Es ist klar, dass mir die Firma, meinen Laptop nur zurückschickt, wenn ich den Auftrag auch bezahle. Danach haben sie mich vorher ja ausdrücklich gefragt.

Hier kannst du dir die unterschiedlichen Angebote des Ebay-Händlers „Laptop Reparatur Zentrum Thüringen“ ansehen.

Ich bin sehr froh, endlich wieder ein funktionierendes Gerät zu haben. Denn der Vintage-Aussage des Apple-Händlers hatte ich das Macbook fast abgeschrieben. Der Tausch der Grafikkarte hätte sich nicht gelohnt, wenn überhaupt noch jemand so eine Platine auftreiben kann.

Vorsicht vor Billig-Reparaturen

Ähnliche Reparaturen werden auch für knapp 70 Euro von einigen Firmen angeboten. Eine Firma würde sogar bei mir im Nachbarort sitzen.

Die Firmenbewertungen, zum Beispiel bei Google+ sind jedoch katastrophal. Ich habe mir die Mühe gemacht und die Firmeninhaber gegoogelt. Dorthin würde ich den Laptop allerdings niemals schicken. Ich

Andere Billig-Anbieter verlöten den Grafikprozessor auch nur neu. Dieses Verfahren wird Reballing genannt. Obwohl diese Firmen dafür eine Garantie geben, dachte ich mir, es sei eine besser Idee gleich einen neuen Chip einbauen zu lassen.

Da die Firma ohnehin den alten Chip entfernen muss. Also warum soll ich dann nicht gleich das kaputte Bauteil ersetzen lassen, wenn ich für 30 Euro Aufpreis einen neuen Chip bekomme. Wenn ich schon so viel Geld investiere, soll sich die Reparatur wenigstens dauerhaft lohnen.

6 GB maximaler Speicherausbau

Einen Tipp habe ich aus der Vintage-Werkstatt ebenfalls noch mitgenommen. Der Techniker erklärte mir, dass in 2008er MBPs bis zu 6 GB Speicher eingebaut werden können.

Nachdem ich das MacBook von der Grafikchip-Reparatur zurück erhielt und getestet hatte, bestellte ich ein 6 GB Speicher-Upgrade, ebenfalls bei Ebay.

In der Rechnungsbestätigung des „Laptop Reparatur Zentrum Thüringen“ stand zwar, dass eine Siegelmarke angebracht wurde, deren Beschädigung zum Garantieverlust führen würde.

Diese Siegelmarke scheint irgendwo intern aufgeklebt zu sein, denn die Abdeckung für die Speichermodule konnte ich ohne Probleme abschrauben und die zwei Speichermodule mit 6 GB selbst einbauen.

Für den Fall, dass dein Laptop nur gelegentlich spinnt, kannst du die folgenden Tricks ausprobieren, die mir einige Zeit lange geholfen haben. Wie gesagt, vielleicht wäre es jetzt sofort schon besser den Grafikchip einfach tauschen zu lassen. Dann sind die Probleme dauerthaft behoben.

Zuklappen, Aufklappen, geht wieder

Da du vermutlich ebenfalls in dieser Situation bist, wenn du diese Zeilen liest, beschreibe ich zuerst die Lösung die mir half. Und dieser Tipp ist so unfassbar blöd, das ich es zunächst nicht glauben konnte.

  1. Klappe das MacBook zu (kein Scherz, tue es)!
  2. Klappe den Laptop wieder auf
  3. DaDaaa: Der Login-Dialog erscheint wieder

Beim ersten Mal musste ich diese Prozedur zwei Mal wiederholen. Erst nach dem zweiten Aufklappen erschien das Login-Fenster.

Sind wir nicht ganz bewusst auf einen Mac umgestiegen, damit wir solche Bluescreens nie mehr in unserer Computer-Karriere sehen müssen? Als ich den Tipp ausprobierte und der Fehler plötzlich behoben war, musste ich Schmunzeln.

Mir schoss der Witz durch den Kopf, von den Autocomputern die mit einem Windows-Rechner betrieben werden.

Wenn die Lenkung ausfällt,
öffnen Sie die Fahrertüre
und schließen Sie die Türe wieder.
Anschließend müssen Sie den Motor neu starten 😉

Meine Startprobleme gingen diesmal gut aus. Doch zunächst bekam ich Panik.

Ja, Panik

Die letzte Datensicherung war eine halbe Stunde alt. Ich hätte einiges an wundervollen Texten verloren, wäre ich gezwungen gewesen die Festplatte wiederherzustellen.

In Gedanken spielte ich sogar damit, mir einen neues MacBook kaufen zu müssen.

Meine erfolglosen Neustart-Versuch, in dieser Reihenfolge

Zum Glück hatte ich ja noch ein iPad mini. Dort suchte ich nach Lösungen zum „mac blauer bildschirm beim starten“ sowie „macbook pro 10.6.8 blauer bildschirm“. Ich wühlte mich durch Foren und die Apple-Fehlerbeschreibungen.

1. Tipp: Linke Shift-Taste gedrückt halten

Mac OS X lässt sich im Single User Betrieb booten. Das wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Schalte den Rechner aus.

Halte die linke Shift-Taste gedrückt, während du den Laptop mit dem Einschaltknopf neu startest. Halte die Shift-Taste so lange gedrückt, bis im unteren Drittel des Bildschirms ein Fortschrittsbalken erscheint.

Nun startet der Mac im Single User Modus. Danach erschien zwar der Anmeldedialog wieder, aber die Netzwerk-Verbindung funktionieren nicht. Immerhin hatte ich jetzt wieder Zugang zur Festplatte. Und ich war froh, dass die Hardware zumindest noch funktioniert.

Eine Lösung schien wieder möglich und meine Daten konnte ich retten. Ich entfernte alle eingetragenen Anmeldeobjekte und startete neu.

Anmeldeobjekte für Mac-User
Mac Anmeldeobjekte, Einstellungen für User-Konto

Natürlich erschien wieder der blaue Startbildschirm. So viel zum erfolglosen Tipp Nummer 1 aus diesen sinnlosen Diskussionsforen.

Ich startete erneut mit gedrückter Shift-Taste. Dieses Mal überprüfte ich den Zustand des Speichers, der Grafikkarte und der Smart-Parameter der Festplatte.

Dem Frieden traute ich nicht und überprüfte die Festplatte mit dem Festplatten-Dienstprogramm. Der Reihe nach führte ich „Volume überprüfen“, „Zugriffsrechte des Volumes überprüfen“ und „Zugriffsrechte des Volumes reparieren“ aus.

Festplatten-Dienstprogramm
Mac Festplatte überprüfen, mit Festplatten-Dienstprogramm

Danach startete ich das Macbook neu. Immer noch der blaue Bildschirm ohne Anmeldefenster.

2. Tipp Alt+CTRL+P+R, um PRAM zu resetten

Es war an der Zeit härtere Geschütze aufzufahren. In der Kiste ist ein SMC und/oder PRAM eingebaut. Das war einer der häufiger genannten Tipps der Foren-Teilnehmer.

Schalte den Laptop aus.
Vor dem Neustart drückst du gleichzeitig „Alt+CTRL+P+R“.

Es sind die Großbuchstaben, also musst du die Shift-Taste dazu drücken.
Halte diese Tasenkombination gedrückt und starte du das MacBook mit dem Einschalt-Button neu.

Es folgt der erste Chime-Sound.
Nach dem Signalton und dem automatischen Neustart kannst du die Tasten loslassen, bevor du einen Krampf in der Hand bekommst.

Vergebe mir, falls das technisch nicht stimmt. Ich bin einer dieser unwissenden Mac-Nutzer, die sich einen Scheiß um die Technik kümmern. Bisher habe ich mein Baby immer nur aufgeklappt und mich des Lebens erfreut. Um Bios-Einstellungen, SMCs oder PRAM-Parameter kümmere ich mich seit fünf Jahren nicht mehr.

Wie eingangs erwähnt brachte auch dieser Tipp keinen Erfolg. Die Auflösung ist ganz einfach zuklappen, aufklappen *krank*

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Coffitivity – Die Geräusche App simuliert Hintergrundgeräusche eines Cafes als WebApp

Freitags kommt alle zwei Wochen meine Putzfrau. Der Termin um 8:30 Uhr stammt noch aus der Zeit als ich Freitags im Büro war.

Nun, meine Haushaltshilfe (ist das politisch korrekter?) hat einen so vollen Terminkalender, dass wir in den letzten vier Monaten keinen Alternativ-Termin fanden, zu dem ich sowieso aus dem Haus wäre. Also muss ich Freitag, alle zwei Wochen, früher aufstehen.

Die Zeit nutze ich, um in die Stadt zu gehen. Meistens starte ich mit einem kleinen Arbeits-Frühstück in einem Cafe. Daran musste ich mich gewöhnen. Die ersten Freitage fühlte ich mich vertrieben. In manchen Cafes klappt es überhaupt nicht etwas produktives zu tun.

Denn, in den zwei Stunden will ich etwas sinnvolles machen und nicht nur die Zeit totschlagen.

Arbeiten im Coffee Shop grenzt an Zeitverschwendung

Ein paar Texte redigieren, ein neues Keyword recherchieren sowie eine SMS schreiben. Viel mehr kam heute in der halben Stunde nicht heraus. Was wollt ich nicht alles machen! Den WMC-Blogpost aufhübschen und zwei Artikel vollenden.

Stattdessen verbrachte ich die Zeit damit die fehlerhafte Formatierungen der gestrigen Texte zu korrigieren. Nun, vielleicht genau das richtige, wenn andauernd jemand versucht quer einen Blick auf deinen Monitor zu erhaschen.

Coffee Shop als Büro
Coffee Shop als Büro

Mittlerweile habe ich zwei Lieblingscafes gefunden, wo das ganz gut klappt. Zwar bin ich der einzige, der früh mit einem Laptop darin sitzt und arbeitet. Was solls? Schaue dir ein Starbucks in South Beach Miami an und du erkennst eine mögliche Form mobilen Arbeitens.

Lärm im Büro

In Florida probierte ich das „Starbucks-Büro“. Und scheiterte gnadenlos. Der Lärmpegel ist mir einfach zu hoch.

Hintergrundgeräusche einer Coffee Bar benötige ich bestimmt nicht zum Arbeiten. Aber auf diese Idee für die Geräusche App Coffitivity muss erstmal jemand kommen. Und dafür eine eigene App basteln ist sehr kreativ.

Probiere es aus, unter Coffitivity.com

Coffitivity, Hintergrundgeräusche eines Coffee Shops als App
Coffitivity, Coffee Shop Hintergrundgeräusche

Da kann ich mich ja gleich in ein Startup-Co-Working-Space setzen und mich den ganzen Tag unterhalten. Oder in ein Großraumbüro ziehen, mit 25 anderen Leuten, von denen in jeder Minute garantiert immer eine Person telefoniert, aufs Klo geht oder seinen Kollegen mitteilt, dass er gleich einen Termin hat, Kaffee holen geht oder Zigarettenpause machen wird.

Ich benötige Ruhe. Absolute Stille! So bin ich am kreativsten.
Kein Gelaber, kein Telefon, kein WhatsApp, Skype und keine E-Mail-Benachrichtigung soll mich ablenken.

Als Masker-Geräusch taugt Coffitivity auf alle Fälle, ich fühlte mich wie im Starbucks an der Lincoln Road. Zu diesem Eindruck hilft, dass aus der Geräusch-Kulisse immer wieder englische Sprachfetzen herausstechen. Manchen Menschen mag das den versprochenen Kreativitätsschub liefern …

Zuerst sah ich eine neue Episode von „The Lifestyle Business Podcast“.

Und dann der Schock: Dan und Ian geben die Sendung auf, stattdessen übernehmen Rob und Mike, die wir von ihrem Podcast „Startups For The Rest Of Us“ kennen.

Ich höre rein und die Sendung ist langweilig … Diese Kombination passt einfach nicht.

LBP April Fool's Trick
LBP April Fool’s Trick

Also scrolle ich in iTunes weiter nach unten und finde auch noch eine neue Folge von „Startups For The Rest Of Us“. Na klar, sie werden ihren Hörern erklären, warum sie jetzt zwei Podcasts machen. Die Nummer 125 fehlte und wer sind die neuen Hosts? Dan und Ian 😉

Startups For The Rest Of Us, April Fool's Trick
Startups For The Rest Of Us, April Fool’s Trick

April, April! Danke für diesen gelungenen Scherz.

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Nächste Datenkrake oder Convenience

Ist Apple die nächste Datenkrake nach Google? Jedenfalls ist die Qualität neu wie eine börsennotierten Firma meine privaten Daten verknüpft.

Apple verbindet reale Geräte, virtuelle Accounts mit den Daten meiner Zahlungsmittel. Als ich ein iPad mini erwarb, wurde mir das Ergebnis auf einem modifizierten iPhone angezeigt.

Aber ich fange besser von Anfang an, diese Geschichte zu erzählen.

Der Apple Store in South Beach war eine gute Gelegenheit mir endlich ein iPad zuzulegen. Ein iPad mini, um genau zu sein.

Apple Store, Lincoln Road
Apple Store, Lincoln Road, Miami Beach

Der Apple Shop liegt in der besten Einkaufsstraße, der Linoln Road und ist jede Nacht bis 23 Uhr geöffnet. Darin ist immer die Hölle los.

Die Genius Bar habe ich noch in guter Erinnerung, weil die Apple-Mitarbeiter vor Jahren die Grafikkarte meines MBPs ausgetauscht haben. Das war ein Fall des berühmten Serienfehlers mit dem dunklen Bildschirm.

Das iPad zahlte ich mit Kreditkarte. Mit dem Finger unterschrieb ich auf dem Touch-Screen eines iPhones den Zahlungsbeleg. Dann staunte ich nicht schlecht, als plötzlich meine E-Mail-Adresse erschien. Der Verkäufer fragte mich, ob er die Rechnung an diese Adresse schicken soll.

Wie bitte? Ich fragte nach, wie Apple auf diese Adresse kommt.

Ja, die E-Mail-Adresse sei mit meinen Kreditkarten-Daten verbunden. Anscheinend hätte ich damit über iTunes eingekauft.

Korrekt.

Auf dem Heimweg bin ich hin-und-her-gerissen, ob ich das gut finden soll. Es ist ein schöner Convenience-Faktor und ich fühle mich Teil der globalen Apple-Familie. Aber aus Datenschutz-Gesichtspunkten, geht Apple meine E-Mail-Adresse einen Scheißdreck an.

Bei der anschließenden Installation nervte iTunes mit dauernden Nachfragen, dass ich das iPad registrieren soll. Und warum werde ich bei iTunes gefragt, ob meine Nutzungsdaten an Apple übertragen werden dürfen, wenn ich das bereits in den System-Einstellungen das Minis abgelehnt habe.

Ist ja ein netter Versuch … aber alles muss Cupertino auch nicht über mich wissen.

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Nicht vergessen Kismac Scan zu beenden, sonst wird WLAN langsam

Den WLAN-Scanner Kismac liebe ich sehr, weil das Programm alle verfügbaren WLANs schneller anzeigt als die Systemeinstellungen meines MacBooks.

In neuen Umgebungen starte ich also den Scanner und picke mir den Namen des gewünschten WLANs heraus. Diese Woche vergaß ich den Scan-Modus zu beenden und wunderte mich über eine grotten-langsame Verbindung.

Nach der Reihe beendete ich jedes Programm und war bereit den Mac neu zu starten. Weil ich vermutete, dass sich die Netzwerk-Systemeinstellungen mal wieder verhakt haben.

Kismac WLAN Scanner
Kismac WLAN Scanner

Erst da fiel mir auf, das  Kismac noch im Scan-Modus lief. Die Wifi-Geschwindigkeit stieg sofort als ich Kismac beendete. Ein klarer Fall von: der Fehler sitzt vor der Tastatur 😉

Also lasse niemals Kismac scannen und versuche dann sinnvoll eine WLAN-Verbindung zu nutzen!

Download des Open-Source-Scanners

Es ist übrigens schade, dass die Software seit dem Jahr 2011 nicht mehr weiter entwickelt wird. Die Version 0.3.3. gibt es unter kismacmirror.com, es ist kostenlos und Open-Source.

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Ist Brief der Gewerbeauskunft-Zentrale ein Betrugs-Versuch?

Im Briefkasten hatte ich heute ein Schreiben der Gewerbeauskunft-Zentrale.de. Darin fordern Sie mich auf, die fehlenden Angaben bis zum 27. März 2013 zu ergänzen.

Der Brief sieht aus wie ein Schreiben von der Stadt Erlangen. Vor allem wegen des Verweises auf „Erlangen“ und dem Ankreuzfeld, ob der Betrieb in der Zwischenzeit aufgelöst wurde.

Mein erster Gedanke ist, dass ich bestimmt keine E-Mail-Adresse offiziell registrieren will. Und die Branche habe ich bereits bei der Gewerbeanmeldung angegeben. Also wo kann ich mich beschweren oder Widerspruch einlegen!

Dann lese ich den Brief genauer durch:
Sollte ich den Termin versäumen, passiert nichts?!

Jetzt lese ich noch genauer. Beim Basiseintrag bzw. Bildeintrag schwant mir ein Betrugsversuch. Allerdings wird erst auf der Rückseite beim vierten Unterpunkt erwähnt, dass der Eintrag 956,40 Euro kosten soll. Für eine Laufzeit von zwei Jahren.
(Korrektur: nach dem dritten Mal lesen, sehe ich, dass neben dem „Basiseintrag“ auf der ersten Seite ein Hinweis auf die Kosten von 569,06 Euro steht.)

An gut gemachte Phishing-Attacken in meinen E-Mails bin ich gewöhnt. Die GWE-Wirtschaftsinformations Gmbh überträgt das Konzept auf herkömmliche Post.
Netter Versuch, ich habe keine Bedarf.

Juristisch muss das Schreiben wohl ganz geschickt gemacht sein. Denn Google offenbart, dass die GWE Düsseldorf das Abzock-Spiel bereits seit dem Jahr 2010 betreibt.

Der NDR brachte am 20. Februar 2013 einen Bericht über die Betrugsmasche. Mich wundert nur, dass den Jungs bisher niemand das Handwerk legen konnte. Sogar die Gerichte urteilen unterschiedlich. Im Film schredert der Vertreter der Verbraucherzentrale den Brief und empfiehlt gar nicht auf das Schreiben zu reagieren.

Schließlich ist es ein „Angebot“, das ich nicht annehmen muss …

Was mich jetzt noch interessiert ist, woher hat die Firma GWE überhaupt meine Adresse gekauft? Die Gewinnspanne dürfte astronomisch sein, wenn sofort auf die Rechnung eine Mahnung folgt. Ein paar Cent für mein Adress-Daten, 25 Cent für einen Infobrief, dann eine Rechnung und die Mahnung für zusammen 1,16 Euro … ein Großteil wird sich von den Drohungen einschüchtern lassen.

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Schmetterling im Winter

Jedes Jahr ist es ein heiliger Moment für mich, wenn ich den allersten Schmetterling sehe. Das Zeichen der Natur, dass der Winter vorbei ist und nun eine neue Jahreszeit beginnt.

In den Straßencafes entlang der Fürther Straße war jeder Sitzplatz von den Sonnenanbetern belegt.

Nun, bei 10° C mache ich noch lange keine Jubelsprünge. Einem Zitronenfalter genügte die Sonne am Dienstag Nachmittag, um in das Jahr zu starten.

Schmetterling Winter, Frühlinserwachen
Schmetterling zum Winter-Ende

Foto von http://www.fotos.sc/image/238897

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