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Die Verbindungen werden global

Natürlich ist auch meine Zeit auf 24 Stunden pro Tag begrenzt. Das muss aber nicht heißen, dass die Aufgaben begrenzt sind, die ich pro Tag erledigen kann.
Denn wozu gibt es die nahezu unbegrenzten Ressourcen der VAs?* Die Rede ist von Virtuellen Assistenten, oder auf Virtuellen Privaten Assistenten (VPA).

Vor einem Jahren begann ich ein neues Internet-Projekt, für das ich Unmengen an Inhalten benötigen würde. Es war unmöglich zu schaffen, all diese Inhalte selbst zu schreiben. Dazu ist meine Schreibe zu Event-gesteuert. Ich kann nahezu endlos schreiben, wenn ich in der Stimmung dazu bin. – Das bin ich auch gerade, als ich diese Zeilen schreibe. – Doch genauso gut kenne ich Schreibblockaden. Das Thema wäre klar umrissen, die Stichpunkte stehen auf dem Zettel, aber nichts passiert. Ich kann keine Worte in die Tastatur tippen. Es fließt nichts.
Wie sollte ich mit diesem Schreibstil konstant einen neuen Artikel pro Woche veröffentlichen? Alleine ging es nicht. Etwas Recherche förderte zwei Internet-Angebote zu Tage, die Autoren vermitteln. Das war content.de und textbroker.de. Ich fand noch einige andere Seiten, aber die machten nicht gerade einen seriösen Eindruck.

Erste Gehversuche bei content.de und textbroker.de

Bei beiden Seiten meldete ich mich an, überwies einen Startbetrag von 25 Euro und stellte jeweils meine ersten Aufträge für die Texter ein. Die Ergebnisse waren gemischt. Wenige Artikel konnte ich so veröffentlichen, wie sie die Autoren abgegeben hatten. Die Qualität der Texte entsprach nicht meinen Erwartungen an fehlerfreie Rechtschreibung und einen tollen Erzählstil. Daran hatte ich sehr hohe Erwartungen, die nur selten erfüllt wurden.

In den nächsten Monaten experimentierte ich mit höheren Beträgen für die Texte. Es schien klar zu sein, dass ich für 6,30 Euro pro 400 Wort-Artikel keine Top-Texter finden würde. Also steigerte ich Schrittweise die Wortpreise auf bis zu 6 Cent pro Wort und beobachtete die Qualität. Die veränderte sich jedoch nicht. Also muss es an meinen Ausschreibungstexten liegen, dachte ich und fügte eine Liste an Punkten hinzu, die mir bei jedem Text wichtig war:

  • Kein Nominalstil
  • Schreiben in der aktiven Form, keine Passiv-Konstruktionen
  • fehlerfreie Artikel, nach der neuen Rechtschreibung

Pustekuchen! Mir kam es vor, als ob die Autoren alle Hinweise einfach ignorierten. OK, wer nicht lesen will, muss fühlen. Die nächsten fertigen Artikel ließ ich alle nach-korrigieren. Zu jedem Artikel verfasste ich ein Essay mit Punkten, die mir missfielen. Jetzt waren die Autoren wieder am Zug, wenn sie den Auftrag abschließen wollten. Die Ergebnisse waren noch katastrophaler, dafür die Texte kürzer. In der Zeit war ich vermutlich der meist-gehasste Auftraggeber auf den Texter-Plattformen.

Zum Glück erlebte ich auch echte Highlights. Es waren Texte dabei, die richtig gut geschrieben waren, fehlerfrei auf höchstem journalistischen Niveau. Für den kläglichen Rest gewöhnte ich mir eine Routine an, die Artikel innerhalb einer Stunde umzuschreiben. Ich betrachtete es mehr als kreativen Input für meine Schreibe. Schließlich ist es viel einfacher einen Text umzuformulieren als bei Null anzufangen.

Es wird global

Ein Text überraschte mich vorgestern bei content.de. Nach dem dritten Mal lesen, erschien auch dieser Text nicht mehr ganz so perfekt, wie beim ersten Durchlesen. Aber der Text war absolut fehlerfrei. Ich fand nichts! Gar nichts! Deshalb schrieb ich den Autor an und fragte ihn, ob er öfter für mich schreiben wolle. Es stellt sich heraus, dass er in Kambodscha lebt, dort eine Bar betrieb und zwischendurch schreibt.

Meine Radio-Webseite möchte ich etwas internationaler auslegen. Dafür benötige ich Inhalte in englischer Sprache. Über den SPI-Blog stieß ich auf Elance.com und Fiverr.com. Das Angebot ist überwältigend. Sofort fallen mir 1.000 Sachen ein, die ich schon immer tun wollte. Dort kann ich die Zeit-intensivsten Aufgaben outsourcen. Die kommenden Monate werden sehr spannend für mich werden.

Die ersten zwei Aufträge habe ich bei Elance.com ausgeschrieben. Ich suche einen Autor für Blog-Texte für meinen Radiosender in englischer Sprache. Außerdem arbeiten zwei Jungs in Kroatien zurzeit daran Bookings für mich zu arrangieren.

Über Fiverr.com verpflichtete ich zwei Ad Copy Spezialisten die Jingles und Station IDs des Radiosenders zu schreiben. Die 5 Dollar zahle ich aus der Portokasse. Die Qualität ist sehr unterschiedlich. Nach meiner Erfahrung liegen bereits Welten zwischen den Top-10 Leuten, je nach Anzahl und Qualität der Empfehlungen anderer Nutzer. Nach einem kurzen Korrekturlesen habe ich aus den Texten ein Script für die Sprecherin zusammengestellt. Ja, die Jingles und Liner sollen natürlich professionell gesprochen werden. Das könnte ich zwar auch selbst machen. Aber erstens habe ich keine weibliche Stimme und zweitens habe ich keinen britischen Akzent. Also suchte ich eine super Sprecherin bei Fiverr und schickte ihr das Script. Keine 24 Stunden später konnte ich 1:45 Minuten Audiodaten in WAV-Qualität aus dem Netz laden. Meine Station ID war sendefertig.

* Ja, ich bin vollkommen verseucht mit Englischen Begriffen. Ich höre Podcasts in englischer Sprache und schaue mir TV-Serien im Original an. Immer öfter entdecke ich, dass ich mir nicht einmal mehr die Mühe mache meine Notizen auf Deutsch zu verfassen. So dominant ist die einzige Fremdsprache, die ich spreche, in meinem Wortschatz verankert.

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Flugameisentag

Heute scheint der Flugameisentag zu sein. Die Jungs (oder sind es Mädels) müssen ja eine perfekte innere Uhr haben, wenn sie sich alle am gleichen Tag verabreden die Welt und den Luftraum zu erobern.

Mittags saß ich im Park, lauschte der Einundvierzigsten Episode des SmartPassiveIncome-Podcasts. Um mich herum wuselten hunderte Flugameisen. Was tun die da nur am Boden?

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Market Samuari oder die Suche nach dem Keyword

Jeder nutzt täglich Google für alle möglichen Suchen. Da sollte es doch nicht so schwer sein auf Suchbegriffe zu kommen, die Millionen von Leuten täglich bei Google suchen. Möchte man meinen. Es fällt mir extrem schwer, mich in Personen rein zu versetzen, die mit Google reden wie mit einem persönlichen Freund. Manche formulieren sogar richtige Fragen.

Seit Tagen experimentiere ich mit dem Tool Market Samurai. Es ist ganz nett, wie die Daten aufbereitet werden. Unbedingt empfehle ich die Tutorial Videos. Jedes ist ungefähr 10 Minuten lang und setzt den Schwerpunkt auf ein neues Thema.

Die Keyword-Ergebnisse liefern einen interessanten Blick auf jedes Thema. Im Prinzip lassen sich die Keywords auch über die Adwords-Tools finden und dann mit Google Insights verifizieren. Market Samurai bietet eben den Mehrwert die Inhalte innerhalb einer Oberfläche anzuzeigen. Bei der Auswahl helfen vor-definierte Filter und sortierbare Spalten. So fand ich meine Favoriten sehr schnell heraus.
Gleichzeitig ist der Samurai ein Zeitfresser ohne Ende. Zu verlockend ist das Angebot gleich das nächste Keyword prüfen zu wollen. Vielleicht ist es ja noch besser als die erste Trefferliste.

Drei Text-Artikel habe ich für ein anderes Projekt nach den Ergebnissen optimiert. Wobei ich schon darauf achtete, dass die Seiten nicht zu überoptimiert erscheinen. Beim Texte schreiben hilft Market Samurai mit Links zu den Top-Treffern bei Bing. Dort fand ich viele Anregungen.
Die Trefferseiten verleiten dann natürlich gleich dazu alle Backlinks zu prüfen. Wie ist die Seitenstruktur aufgebaut. Und so weiter und so fort … Das meine ich mit Zeitfresser.

Gratis Demo-Version

Sieben Tage läuft die Demo-Version noch. Ich bin noch nicht restlos überzeugt. Aber vermutlich werde ich die 149 $ investieren. Wenn meine ersten Test-Seiten in den SERPs nach oben schießen sollten, dann verdient Market Samurai mehr Geld als ich zurzeit für AdWord-Kampagnen ausgebe.
Da fällt mir noch etwas ein. Die häufigsten Suchbegriffe der Adword-Kampagnen habe ich natürlich ebenfalls getestet. Dabei fiel mir auf, dass Market Samurai die Anzeigenpreise sehr unterschiedlich bewertet. Oft kamen mir die Preise zu niedrig vor und dann wieder viel zu hoch. Es ist natürlich toll, wenn meine House Charts einen angeblichen Preis von 61,31 US-$ erwirtschaften könnten. Mir fehlt noch die Eingebung, wie ich diese Einnahmen auch wirklich realisieren kann. AdSense brachte überhaupt keine Klicks und auf das Amazon-Affiliate-Programm klicken zu wenig Leute.

Market Samurai läuft als eigenständige Adobe Air Anwendung, ist schnell installiert und frisst nicht viel Platz. Stabil ist die Anwendung nicht gerade. Zwischendurch erlebte ich immer wieder, dass sich die Suchanfragen aufhängten. Da hilft es nur noch die Anwendung abzuschießen. Besonders nervig wird es, wenn man vergisst die Suchen zwischendurch zu speichern.

Ein gratis Test kostet nur etwas Zeit, herunterladen unter marketsamurai.com. Danach kannst du mitreden!

Manchmal kommt es mir so vor das ganze Internet bestünde nur noch aus Internet-Seiten, die einzig und alleine dem Zweck dienen Suchbegriffe einer ganz speziellen Nische abzugreifen.

Hier das nächste Beispiel: neon-beatz.com
Kann mir doch niemand erzählen Georgie verstünde etwas vom Auflegen als DJ. Seit November 2011 gibt es keine neuen Infos mehr …

Aktualisierung vom 3. Dezember 2016:

Den Link zur Webseite habe ich entfernt, weil darunter mittlerweile ein Angebot der Hanse-Merkur-Versicherung erschien.


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